Soziales Engagement

Im Auftrag für ein schönes Lächeln: Ein Reisebericht von Sophie Nagel, Praxisbetreuerin Flemming Dental Leipzig

Nach nur insgesamt 18 Stunden Flugzeit, 6 Zeitzonen, 11.000 km, 6 Impfungen im Vorfeld, gefühlten 180 Passkontrollen auf 3 Kontinenten, 2.800 Höhenmetern einmal hoch und wieder runter, 30 Grad Temperaturunterschied und 3 Stunden Busfahrt war ich auch schon da: In einem Dentallabor mitten im ecuadorianischen Dschungel.

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Warum zum Teufel sollte man sowas freiwillig machen? Berechtigte Frage.
Jetzt, wo ich das gerade so aufschreibe, denke ich mir auch, dass ich ganz schön einen an der Waffel habe. Aber so sind wir Zahntechniker eben manchmal.

Nun also, back to the roots. Denn warum habe ich eigentlich damals Zahntechnikerin werden wollen? Genau, ich wollte den Menschen ein schönes Lächeln schenken. Das vergisst man im Alltagsstress manchmal schnell. In einer Gegend, wo die Menschen nicht viel besitzen, sind sie sehr dankbar für jede Hilfe.

Da war ich also – mitten im Nirgendwo und wollte ehrenamtlich Prothesen für die Einheimischen herstellen.

Die katholische Clinica Santa Maria liegt im Yacuambi Tal in Guadalupe und wird vom Padre José Gonza und den Nonnen geführt – alle zusammen waren ein spitzen Team. Man hat sich direkt nach Ankunft heimisch gefühlt.

Ein deutscher Zahnarzt und eine Zahntechnikerin waren bereits vor mir da und konnten mir erklären wie alles abläuft. Jeden Morgen um 8 Uhr haben wir alle gemeinsam unseren Dienst angetreten. Vor der Klinik saßen dann schon immer viele Patienten. Teilweise reisen sie aus bis zu 300 km Entfernung an, um von einem Zahnarzt untersucht zu werden und eine Prothese zu bekommen und trotzdem sitzen alle mit einem breiten Grinsen vor der Klinik und begrüßen dich mit dem freundlichsten „Buenos dias“, was man nur hören kann.

Dann ging das Zahntechnik-Abenteuer los. Wenn man schon mal da ist, hat man natürlich auch den eigenen Ansporn, so vielen Menschen wie möglich zu helfen und will niemandem sagen, dass er nicht mehr versorgt werden kann.

Dem Labor fehlt es an nichts, aber aufgrund des Klimas sind die werkstoffkundlichen Voraussetzungen dort eher – nennen wir es - herausfordernd. High-Tech gibt es hier nicht! Die Artikulatoren sind gefühlt von 1872, Vakuumrührgerät ist ein Fremdwort und wenn du neues Sandpapier aus der Schublade benötigst, dort aber eine riesen Kakerlake sitzt, dann machst du die Schublade eben wieder zu und musst dir etwas anderes einfallen lassen.

Und gerade deswegen macht es so unfassbaren Spaß dort zu arbeiten. Kunststoff-Prothetik war nie so meine Abteilung und ich stand mit dem Klammernbiegen immer ein bisschen auf Kriegsfuß, aber wenn du währenddessen auf eine Ananas-Plantage vor deinem Fenster schaust, die Grillen im Dschungel zirpen hörst, die Papageien vor dem Labor hin und her fliegen und die Patienten begeistert vor dem Fenster stehen, dir zuschauen und sich bei dir bedanken, dass du da bist, dann weist du, dass sich jeder Kilometer der Reise gelohnt hat. Auch die Kinder aus dem Dorf kamen jeden Tag gern zu uns und haben sich über die Gummizähnchen gefreut - natürlich ohne Zucker!

Mittags wurden wir von den Nonnen bekocht, Unterkunft und Verpflegung sind natürlich frei für die Helfer – leider, denn ich habe glaube ich in den ersten zwei Wochen 5 Kilo zugenommen, weil das Essen so unfassbar gut war. 17 Uhr war Feierabend und dann konnte man entweder in der Hängematte relaxen und die wunderschöne Aussicht genießen, oder man schaut sich den Ort an, dann ist man aber nach 10 Minuten fertig. Oder man fährt einfach mit dem Bus in die nächstgrößere Stadt und trinkt einen Vino Tinto.

Für diese Erfahrung in Ecuador habe ich dieses Jahr Weihnachten mit meiner Familie ausfallen lassen. Es war ein komisches Gefühl, aber auch bei 30 Grad hatten alle Klinikmitarbeiter eine gemeinsame Weihnachtsfeier.

Es gab Geschenke vom Padre José und viele warme Worte und natürlich wieder leckeres Essen. Aber auch von uns - denn meine Zahntechnikerkollegin und ich haben deutsche Plätzchen für alle gebacken.

Wer auch gerne in glückliche Gesichter mit einem dankbaren Lächeln (nach der Behandlung sogar mit vollständiger Zahnreihe) schauen möchte, dem kann ich nur empfehlen nach Guadalupe zu reisen, um zu helfen. Oder vielleicht hat jemand einen (etwas neueren) Artikulator im Labor stehen, der nicht mehr benötigt wird oder Zahngarnituren oder oder oder …

Der Förderkreis Clinica Santa Maria e.V. (FCSM) freut sich über jede kleine Spende. Deswegen bin ich auch sehr froh, dass Flemming Dental Leipzig dieses Jahr auf Weihnachtsgeschenke für unsere Kunden verzichtet hat, um einen Geldbetrag an die FCSM zu spenden und ich habe quasi mich gespendet. Ein rundum schönes Gefühl. So kann man beruhigt in’s neue Jahr starten.

Für mehr Informationen stehe ich gern zur Verfügung. Hier schon mal eine: Ein bisschen Spanisch lernen. Ich habe - naiv wie ich bin - gedacht, dass man wenigstens in Quito, der Hauptstadt von Ecuador, mit Englisch weiterkommt. Die Antwort ist: Nein!!

Hasta pronto,

Sophie Nagel
Praxisbetreuerin Flemming Dental Leipzig und glückliche FCSM-Volontärin

Flemming Dental engagiert sich für Zahnversorgung in Westafrika

TEETH lautet der Name eines Projektes, mit dem der gemeinnützige Verein ÄRZTE HELFEN e. V. seit 2010 im westafrikanischen Gambia tätig ist. Dort deckt die zahnärztliche Praxis in der ASB Klinik in Serrekunda, der größten Stadt Gambias, zuverlässig die ganzjährige Grundversorgung der Menschen vor Ort ab. Bisher praktizieren in ganz Gambia für 1,7 Millionen Einwohner fünf private Zahnärzte und eine kleine Zahnabteilung am Royal Victoria Hospital. Deshalb haben schon weit über 3.000 Menschen das zahnmedizinische Angebot von ÄRZTE HELFEN e. V. genutzt. Gründer von TEETH ist der Berliner Zahnarzt Dr. Steffen Köhler.

Patenschaft für einen Oral Health Worker und einen Assistenten

Im Jahr 2010 übernahm Flemming Dental im Rahmen des Projektes TEETH die Patenschaft für einen Oral Health Worker und seinen Assistenten. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Extraktionen, Füllungstherapie und sogar Wurzelkanalbehandlungen. Komplizierte Fälle werden regelmäßig von Transferärzten behandelt. „Unser Ziel ist es, dauerhaft eine stabile Versorgung zu ermöglichen, deshalb war es uns wichtig, Mitarbeiter aus dem Land zu integrieren“, erklärt Dr. Steffen Köhler von ÄRZTE HELFEN e. V.. „Herzlichen Dank an alle, die uns dabei wie die Firma Flemming unbürokratisch unterstützen. Dadurch konnten wir unser Angebot für bedürftige Menschen in sehr schneller Zeit aufbauen.“

Zahnarzt und Zahntechniker aus Siegen reisen nach Banjul

Mit einem Heil- und Lehrauftrag der Hilfsorganisation „Ärzte Helfen e.V.“ und viele Zahnbürsten und Zahnpasta im Koffer reisten Zahnarzt Stefan-Anselm Groth aus Bad Berleburg und Flemming-Dental Zahntechnikmeister Michael Domann aus Siegen im Januar 2012 gemeinsam nach Banjul im westafrikanischen Gambia. Die beiden Helfer hatten bei ihrem zwanzigtägigen Einsatz viel zu tun: Zahnarzt Groth leitete die Oral-Health-Worker an und zeigte ihnen, wie sie mit einfachsten Materialien und Werkzeugen fachgerecht Zahnfüllungen durchführen und kleine Prothesen fertigen können. Flemming Dental Zahntechnikermeister Michael Domann hat parallel dazu ein kleines Dentallabor aufgerüstet und den ortsansässigen „Zahntechniker“ gelehrt, mit vor Ort verfügbaren Mitteln zahntechnische Basisversorgungen zu fertigen. „An einem einzigen Tag habe ich 42 Zähne gezogen, das schafft so mancher Zahnarzt in Deutschland im ganzen Jahr nicht“, berichtet Zahnarzt Groth über seine Arbeit.

Film gibt Einblicke in Hilfsprojekt und vermittelt afrikanisches Lebensgefühl

Im Februar 2016 entstand ein kurzes Portrait über das Projekt TEETH des Vereins ÄRZTE HELFEN e.V. „Mit dem kurzen Film wollen wir nicht nur unsere Arbeit und das Projekt TEETH vorstellen, sondern auch ein Gefühl für unser Einsatzland Gambia vermitteln“, sagte Matthias Bormeister, Vorsitzender von ÄRZTE HELFEN e.V., bei der Filmvorstellung. „Das Filmteam fing die Atmosphäre vor Ort perfekt ein, so dass man in den zwölf Minuten einen schönen Eindruck davon bekommt, wie die Menschen in Afrikas kleinstem Land leben und was wir dort aufgebaut haben.“ Flemming Dental unterstützte die Filmproduktion finanziell und hilft so, das Projekt TEETH noch bekannter zu machen. https://youtu.be/cXYgm4CwVGM

Für uns zählen nicht nur die großen, sondern auch die vielen kleinen Projekte – von Norden bis Süden und Westen bis Osten:
Unsere Labore in Deutschland unterstützen eine Vielzahl unterschiedlicher Aktionen.

Spenden für Namibia

Sabine Tkocz, Tochter von Dr. Angela Kühne, Zahnärztin und Kundin von Flemming Dental, hat gemeinsam mit ihrem Mann Kevin Tkocz den Verein „Arbeitsgemeinschaft Namibiahilfe e. V.“ gegründet, der seit 1996 Sachspenden und Patenschaften organisiert und mit regelmäßigen Hilfsgütersendungen und eigener Präsenz vor Ort Hilfe leistet. Flemming Dental hat den Verein mit Preisen für eine Tombola unterstützt, die 3.600 Euro einbrachte. „Die Tombola war ein toller Erfolg“, resümiert Dr. Kühne in Berlin. „Wir freuen uns besonders, dass Flemming Dental so viele Preise beisteuern konnte.“ Die Namibiahilfe e. V. freut sich weiterhin über Sach- und Geldspenden: www.namibiahilfe.de

Flemming Dental unterstützt den Kampf gegen Kinderkrebs

Jährlich erkranken in Deutschland etwa 2.000 Kinder an Krebs. Mit der bundesweit bekannten Benefiz-Radtour ‘Tour der Hoffnung’ zugunsten krebskranker Kinder wird seit 1983 jährlich auf den Kampf gegen Kinderkrebs hingewiesen und um Spenden für die Krebsforschung gebeten. Markus Pfitzenreuter, Geschäftsleiter der Flemming Dental Labore Hannover und Rosdorf, und Jürgen Bieber, Flemming Dental Praxisbetreuer aus Freital, radelten nicht nur mit für den guten Zweck, sondern überreichten auch im Namen der Flemming Dental Gruppe eine Spende in Höhe von 4.000 Euro an die ‘Tour der Hoffnung’-Organisatoren. „Das gesammelte Geld soll dafür verwendet werden, Behandlungskonzepte nach vorne zu bringen. Dabei geht es auch darum, Krankenstationen familienfreundlicher zu gestalten. Die Diagnose ist für die Eltern im ersten Moment belastender als für das Kind und die Nähe der Familienmitglieder zueinander enorm wichtig. Kinderstationen sollten deshalb mit viel mehr Einzelzimmern ausgestattet werden, um Eltern und Geschwister gemeinsam mit den kleinen Patienten unterbringen zu können“, erklärte Markus Pfitzenreuter. Weitere Information unter: www.tour-der-hoffnung.de

Spende für MEDIKIDS Bad Hersfeld

Zum zehnjährigen Jubiläum des Fördervereins MEDIKIDS Bad Hersfeld gratulierten auch André Neupert und Rudolf Engel, Geschäftsleiter des Flemming Dental Labor Hauneck, und überreichten eine Spende in Höhe von 1.000 Euro. Vorsitzender des Fördervereins MEDIKIDS, Hans-Jürgen Schülbe, bedankte sich herzlich für die Spende. Gemeinsam mit dem Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Bad Hersfeld, Dr. Ghiath Shamdeen, führte er Herrn Neupert und Herrn Engel über die neue Kinderstation. „Wir freuen uns, die ehrenvolle Tätigkeit der über 50 Mitglieder im Förderverein MEDIKIDS finanziell zu unterstützen und sind begeistert zu sehen, in welchem Umfang der Förderverein in den vergangenen zehn Jahren dazu beitragen konnte, in der Klinik eine freundliche und kindgerechte Umgebung zu schaffen“, sagte André Neupert.  Weitere Information unter: www.medikidshef.de